Veranstaltungen & Projekte
Anti-Abriss-Manifest wird am 28.Juni & 09.Juli vorgestellt
28.06.25 | Kino Babylon Berlin | 09.07.25 Digital
Vor dem Hintergrund des Abrisses des baukulturell und historisch wertvollen Hauses im Jahr 2021 stellt die Initiative Haus Marlene Poelzig nun ihr Forderungspapier „Substanz-Gesellschaft. Ein Manifest für unseren Baubestand“ vor. Mit diesem setzt sie sich für Transformationen in Denkmalschutz, Denkmalpflege und Umbaukultur sowie für ein Umdenken im Umgang mit dem Baubestand ein: mit Denkmalen, aber auch „Alltagsgebäuden“ und „Besonders Erhaltenswerter Bausubstanz“ - sie alle sind „Orte mit Substanz”. Die Initiative ruft dazu auf, diese Transformationen auf einer breiten gesellschaftlichen Basis umzusetzen.
Das Manifest wurde in einem umfassenden Dialogprozess mit zahlreichen Expert*innen und Aktivist*innen entwickelt. Es erscheint im von der Initiative herausgegebenen Buch “Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch”, kann hier heruntergeladen und hier digital unterzeichnet werden.
Vorstellung am 28. Juni bei Buch-Release ab 18:30 Uhr, Kino Babylon & im Rahmen einer digitalen Veranstaltung am 9. Juli 2025, 16:30-17:15 Uhr, gemeinsam mit Anti-Abriss-Allianz
Einwahllink: https://us06web.zoom.us/j/2436945325?pwd=bHZNQmhZODQrRldzQ3h4R3NVZms2Zz09
Beitragende Veranstaltung 9. Juli:
Jan Schultheiß, Felix Zohlen, Initiative Haus Marlene Poelzig,
Sofie Schnitger, Expertin Wohnungsbaugenossenschaften und Denkmalpflege
Prof. Mikala Holme Samsøe, Technische Hochschule Augsburg
Moderation:
Leon Beck, Architects for Future für die Anti-Abriss-Allianz
Substanz ? - Symposium zu Denkmalschutz und Umbaukultur
20.11.24 | Kunstgewerbemuseum Berlin
Am 20. November 2024 nahm die Initiative Haus Marlene Poelzig den Verlust des im Jahr 2021 abgerissenen Wohn- und Atelierhauses der Bildhauerin und Architektin Marlene Poelzig zum Anlass für ein fachöffentliches Symposium.
Die etwa 100 Teilnehmenden befassten sich mit dem von Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper eingebrachten Begriff des „Ortes mit Substanz“, mit zivilgesellschaftlichem Engagement, neuen Akteur*innen und zukunftsweisenden Ansätzen. Als Impulse für den Dialog stellten Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen in zwei inhaltlichen Panels kurze Fachbeiträge vor: Die Diskussionen gingen verschiedenen Fragen nach, darunter:
Wie können wir mehr schützenswerte Substanz erhalten, und wie können der Umbau von „Alltagssubstanz“ zum Normalfall und der Abriss zur Ausnahme werden?
Wieviel Substanz muss in einem Denkmal erhalten sein?
Welche Rolle spielt die Autor*innenschaft dabei, ob Dinge erhalten werden – wäre das Haus auch abgerissen worden, wenn Marlene Poelzigs Partner Hans es gebaut hätte?
Und warum war der Abriss vermeintlich unabwendbar, obwohl die außergewöhnliche und bewegte Bau- und Nutzungsgeschichte des Hauses einen eigenen Wert darstellte und bis zuletzt ablesbar war?
Die Erkenntnisse und Forderungen fließen in ein Manifest und öffentliches Forderungspapier ein. Damit möchte die Initiative neue Impulse in die Debatte um Transformationen in Denkmalschutz, Denkmalpflege und Umbaukultur bringen. Das Manifest wird hier zeitnah veröffentlicht und kann digital unterzeichnet werden.
Die Beitragenden des Symposiums: Ioan Brumer (Baukreisel), Initiative an.ders Urania, Theresa Keilhacker (Präsidentin Architektenkammer Berlin), Kollektiv perspektiv;wechsel, Prof. Ulrike Lauber (Architektin), Prof. Dr. Matthias Noell (Universität der Künste), Dr. Cordelia Polinna (Forward Planung und Forschung GmbH), Dr. Christoph Rauhut (Landesdenkmalamt), Jórunn Ragnarsdóttir (Architektin), Prof. Mikala Holme Samsøe (Technische Hochschule Augsburg), Tanja Scheffler (TU Dresden), Sofie Schnitger (Wohnungsbaugenossenschaft Ostseeplatz), Dr. Ulrike Wendland (Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz) Samira Ozminski, Jan Schultheiß, Felix Zohlen (Initiative Haus Marlene Poelzig) und weitere. Moderation: Dr. Marta Doehler-Behzadi
Gefördert durch: Landesdenkmalamt Berlin
Kooperation mit: Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin stadt raum kultur


Foto1-5: Alexander Ullmann, 2024
Flyer: Initiative Haus Marlene Poelzig 2025
Seit 2021 trägt die Initiative einen offenen Dialog zu Marlene Poelzigs Werk und den mit ihr verbundenen Themen mit unterschiedlichen medialen Formaten in die breite Öffentlichkeit. Beim Festival Women in Architecture Berlin demonstrierte die Initiative mit zahlreichen Mitstreiter*innen im Juni 2021 für die Würdigung von Marlene Poelzigs Werk und für den Erhalt des Hauses, ebenso enthüllte sie eine künstlerische Intervention in Erinnerung an Marlene Poelzig.
2021/22: Dialogreihe „Mother of all Arts“ – Ein Resümee
Mit der dreiteiligen Veranstaltungsreihe „Mother of all Arts“ – konzeptionell entwickelt von Lukas Feireiss – wollte die „Initiative Haus Marlene Poelzig“ eine Brücke von den historischen Entwicklungen rund um das Haus Marlene Poelzig ins Heute und Morgen schlagen. Mit der Dialogreihe kamen wir dem Geist Marlene Poelzigs und seiner Inspiration für unsere Gegenwart und Zukunft sehr viel näher und konnten Einblicke in die Werke und das Wirken von Meisterinnen des Bauwesens und der Kunst gewinnen.
‚Run the World’, Berlinische Galerie: Matylda Krzykowski im Gespräch mit Alex Auris, Hannah Cooke, Angelika Hinterbrandner und Anna Yeboah zu neuen Wegen für junge Architektinnen, Künstlerinnen und Kulturschaffende in eine postkoloniale, inklusive und transformierte Welt – Link zum Video mit einem Zusammenschnitt des Abends
‚Bonny & Clyde’, Georg-Kolbe-Museum: Dr. Adria Daraban im Gespräch mit Jórunn Ragnarsdóttir und Arno Lederer sowie Kyung-Ae Kim und Max Julius Nalleweg zu Fragen der Zusammenarbeit und geteilten Autor*innenschaft bei Paaren
‚Family Affairs’, Dachgeschoss: Hannah Klein im Gespräch mit Alex Besta, Katharina Blaschke, Hannah Cooke, Antonia Noll, Sibylle Wagner und Fabian Zimmermann zu generationsübergreifenden Einflüssen und Dynamiken in kreativen und kulturschaffenden Familienkonstellationen
Die drei interdisziplinären Veranstaltungen reflektieren und skizzieren zukunftsweisende Ansätze aus einer geschlechtergerechten Perspektive und bieten Inspiration für alle, die am Bau beteiligt sind. Hier fassen wir die wichtigsten Gedanken, Erkenntnisse und Impulse der Vortragsreihe zusammen:
Foto 1-5: Initiative Haus Marlene Poelzig, 2021
Foto 1-3: Felix Zohlen, 2021
Foto 1&3,4: Felix Zohlen
Foto 2: Initiative Haus Marlene Poelzig
Weitere Aktionen:
11. September 2021: Tag des Offenen Denkmals
Die Initiative beteiligte sich am Programm des Tages und stellte sich „im Umfeld“ vor.
10.–12. September 2021: Feierlichkeiten 90 Jahre Haus des Rundfunks
Das von Hans und Marlene Poelzig gestaltete Haus bietet zum Jubiläum ein umfangreiches Programm. Die von Marlene Poelzig entworfenen Lampen für den großen Lichthof wurden durch eine künstlerische Installation neu interpretiert und inszeniert.
14. August 2021: Audiowalk „Kolbes Kiez“
Das Georg-Kolbe-Museum stellt den Audiowalk vor – unter den 15 Stationen werden das Haus Marlene Poelzig und mehrere Häuser der ersten praktizierenden Architektin Deutschlands, Emilie Winkelmann, vorgestellt. (ausser-haus.georg-kolbe-museum.de)
18. Juni 2021: Demonstration zur Rettung des Hauses Marlene Poelzig
„Wer heute kommt, meint es ernst“ – So beginnen die Vorbereitungen zur Demonstration vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Poelzig: Es hat weit über dreißig Grad, und die Sonne brennt vom Himmel am 18. Juni 2021, weit außerhalb des Stadtkerns im Berliner Westend.
Foto 1: Initiative Haus Marlene Poelzig, 2021
Foto 2: Aron Petau, 2021
1 Anmerkung: Trotz sorgfältiger und umfangreicher Recherchen ist es uns nicht gelungen, die Urheber*innen und/oder Rechteinhaber*innen der abgebildeten Fotografien zu ermitteln. Sollten Sie Hinweise zur Urheber*innenschaft und/oder zu bestehenden Rechten haben, sind wir für entsprechende Hinweise dankbar.
Wir haben uns bemüht, alle weiteren Inhaber*innen von Urheber*innenrechten ausfindig zu machen. Sollten dabei Fehler oder Unterlassungen unterlaufen sein, bitten wir ebenfalls um Benachrichtigung.
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© Initiative Haus Marlene Poelzig